Auf gute Behandlung unserer Pferde legen wir großen Wert!

Unsere Pferde stammen aus Baden-Württemberg. Bis zu 50 % werden sie durch den Besitzer gebracht, welcher den letzten Gang seines Pferdes begleitet. Bis zu 50 % werden die Pferde von mir persönlich mit einem normalen Pferdeanhänger abgeholt und anschließend in unseren Betrieb gebracht. Hier angekommen, werden sie entweder gleich geschlachtet oder in einer unserer Pferdeboxen bis zur Schlachtung untergebracht (wobei immer auf den Wunsch des Besitzers eingegangen wird).

 

Welche Pferde kommen zu uns?

Es handelt sich um Pferde, die an physischen Defekten oder an Dämpfigkeit leiden. Tiere, die entweder Probleme mit ihrem Bewegungsapparat haben oder andere Beschwerden aufzeigen. Auch wegen ihres fortgeschrittenen Alters müssen sie geschlachtet werden. Natürlich fallen bei jeder Pferdeaufzucht auch Fohlen an, die nicht für die Weiterzucht geeignet sind oder aus Stutenmilchbetrieben, wo es die männlichen Tiere sind, die nicht gebraucht werden. Die Pferde, die zu uns auf den Betrieb kommen, werden vor und nach der Schlachtung vom örtlichen Tierarzt beschaut.

 

Wie läuft eine Schlachtung ab?

Der Beruf des Pferdemetzgers verlangt nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch besonderes Einfühlungsvermögen gegenüber seinen Schlachttieren. Hierin liegt unsere größte Stärke, da wir ein Familienbetrieb sind. Somit heben wir uns weit von der industriellen Schlachtung und den Schlachtbetrieben ab, d. h. es warten keine "5" Metzger auf das Tier. Ich als einziger Metzger gehe mit dem Tier in den Schlachtraum. Dabei achte ich darauf, dass ich beim Betäuben des Tieres nicht weiß angezogen bin. Ein Pferd reagiert nämlich auf die Farbe Weiß schreckhaft.Das Tier wird am Eingang des Schlachtraumes übergeben, wo ich es in Empfang nehme und in den Schlachtraum führe. Dort wird es binnen Sekunden durch einen Schuss mit dem Bolzenschussgerät betäubt. Direkt nach dem Betäuben, leite ich den Blutentzug ein. Es ist mir ein großes Anliegen, dass das Tier nicht mitbekommt was gerade passiert, d. h. dass es keinerlei Todesangst hat. Darum gehe ich auch alleine mit dem Tier in den Schlachtraum, da ich als Person neutral bin und ruhig. Gerade wie sich der letzte Gang der Pferde vollzieht, beweist Verantwortung und Rücksichtnahme gegenüber Tier und Mensch.

 

 

Ein Wort an die Besitzer von Pferden:

 

Sicher will niemand, der gerade ein Pferd erwirbt, gerne an das Ende seines vierbeinigen Gefährten denken. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass bei der Beantragung eines Equidenpasses die Eintragung:  " Nicht zur Schlachtung vorgesehen " die spätere Verwendung als Schlachtpferd unwiderruflich ausschließt. Jeder Pferdebesitzer sollte sich daher schon frühzeitig mit diesem Sachverhalt auseinandersetzen. Der Eintrag  " Zur Schlachtung vorgesehen" lässt jedem Pferdebesitzer immer noch alle Möglichkeiten offen. Es steht ihm frei das Pferd -wenn es denn erforderlich sein sollte es zu töten- dennoch einschläfern zu lassen oder aber es besser doch an einen Schlachtbetrieb zu veräußern. Dort wird es in Sekunden getötet und als Nahrungsmittel verwendet werden.

 

 

Als Pferdebesitzer sollten Sie daran denken, dass das Einschläfern Ihres Tieres mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Unsere Metzgerei ist jederzeit am Erwerb von Pferden interessiert und kann Ihnen noch einen fairen Preis für Ihr Tier bieten. Grundsätzlich hat jeder Pferdebesitzer, der sein Tier bei uns schlachten lassen will, die Möglichkeit bei der Tötung seines Tieres anwesend zu sein. Überzeugen Sie sich davon.